Buchvorstellungen und -empfehlungen

ausgewählt von unseren Teammitgliedern

Öffnungszeiten ab dem 10. März

Sonntag      10:00 - 11:30 Uhr

Dienstag     16:00 - 17:00 Uhr

Mittwoch geschlossen

Donnerstag 18:00 - 19:30 Uhr

Hier finden Sie uns

Kath. öffentliche Bücherei
Stadtring 32
33181 Bad Wünnenberg

koeb.badwuennenberg@gmx.de

Man schreibt das Jahr 1961, und der Kalte Krieg bestimmt die Weltpolitik. Die beiden Supermächte liefern sich Wettläufe in Raumfahrt und atomarer Aufrüstung. In der geteilten Stadt Berlin, wo viele im Osten leben und im Westen arbeiten und dort all das sehen, woran es ihnen mangelt, ist die Verlockung groß, einfach drüben zu bleiben. Die DDR-Staatsmacht sieht die wachsende Republikflucht mit Sorge, und der aufstrebende Partei-Funktionär Erich Honecker entwickelt einen Plan, dies endgültig zu unterbinden - durch eine Mauer. Der westdeutsche Bundesnachrichtendienst befürchtet, bald nicht mehr an interne Informationen aus dem Herzen der Staatsmacht zu kommen und rekrutiert Ria Nachtmann als Spionin. Die junge Sekretärin im Ministerium für Außenhandel ist eine perfekte Kandidatin für diesen Posten, denn sie hat ein immenses persönliches Interesse daran, der DDR zu schaden. Ihr Vater, ein ehemaliger Minister, wurde zehn Jahre zuvor von der Stasi verhaftet und ihre Familie auseinandergerissen. Die vom BND in Aussicht gestellte Wiedervereinigung mit ihrer Schwester ist ihr Anreiz genug, sich auf das lebensgefährliche Spiel im Weltkrieg der Informationen einzulassen. - Titus Müller belebt das Genre des Spionageromans neu und lässt dabei erfundene und reale Personen geschmeidig miteinander interagieren. Seine Jung-Spionin hat nicht nur einen Grund, ihr Land an den Klassenfeind zu verraten, sondern auch enormes Talent als Agentin und findet fast ein wenig Spaß an toten Briefkästen, Vorspielen falscher Gefühle und Hantieren mit den neuesten Gimmicks der Spionagetechnik. Doch die Stasi kommt ihr schnell auf die Schliche und zwingt sie zur Gegenspionage. Fortsetzung folgt …

Besprechung ekz

Die junge Krabbenverkäuferin Bess lebt im London des Jahres 1754 in ärmlichsten Verhältnissen. Vor sechs Jahren hat sie ihre neugeborene Tochter Clara im Londoner Foundling Hospital abgegeben, weil sie nicht für ihr Kind sorgen konnte. Jetzt hat sie endlich genug Geld gespart, um ihre Tochter zu sich holen zu können. Doch im Waisenhaus erfährt sie, dass Clara schon am Tag nach ihrer Abgabe wieder abgeholt wurde, angeblich von ihr selbst. Bess ist verzweifelt. Wer hat sich für sie ausgegeben, wer hat ihre Tochter? Durch Zufall entdeckt sie, dass Clara, die jetzt Charlotte heißt, bei der wohlhabenden Witwe Alexandra Callard aufwächst, deren verstorbener Mann Claras Vater ist. Durch Schwindeleien gelingt es ihr, Charlottes Kindermädchen zu werden. Mrs. Callard, die sehr zurückgezogen lebt, kümmert sich zwar vorbildlich um das Kind, kann aber keine Liebe für die Kleine empfinden. Bess und Charlotte sind bald ein Herz und eine Seele - und Bess will ihr Kind endlich für sich. Sie flieht aus Mrs. Callards Haus, um allein mit Charlotte zu leben - ein fast aussichtsloses Unterfangen in dieser Zeit der großen sozialen Unterschiede. Doch nach verzweifelten Kämpfen finden die beiden Frauen doch eine Lösung. - Ein emotional anrührender historischer Roman um zwei starke Frauen aus völlig unterschiedlichen sozialen Schichten, die um ein Kind kämpfen.

Besprechung borromedien

Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess’ Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander Gretzky – Rebbeccas Mann und Tess’ Vater – in seinem Blut lag. Rebecca wurde verhaftet, doch sie hat nie aufgehört, ihre Unschuld zu beteuern. Immer, wenn der Mord sich jährte, schrieb sie einen Brief an ihre Stieftochter. Tess hat keinen einzigen gelesen. Erst als Rebecca nach Ablauf ihrer Gefängnisstrafe überfallen wird, beginnt Tess widerwillig nachzuforschen − und entdeckt ein Netz aus Lügen, in das Menschen, die ihr nahestehen, unheilvoll verstrickt sind. Wenn ihre Stiefmutter keine Mörderin ist: Wer war es dann?

Besprechung borromedien

Die 18-jährige Ingke Beerenhain erfährt 1992, als sie Stammzellen für ihre erkrankte Mutter Maren spenden will, dass sie zu DDR-Zeiten von dem Arztehepaar adoptiert wurde. Sie ist völlig von der Rolle. Ihre leibliche Mutter ist die Tochter eines langjährigen Feriengasts ihrer Adoptivtante. Mit ihrer Hilfe findet sie ihren leiblichen Großvater, der seit 1961 im Westen lebt. Er hat ihre Mutter Petra nur zweimal gesehen, als Kleinkind vor seiner Verhaftung, und neun Jahre später für einige Tage, als er nach dem Gefängnisaufenthalt in den Westen ging, aber seine Familie wegen des Mauerbaus nicht mehr nachholen konnte. Erst als auch Petra mit Ingke als Baby über die Ostsee fliehen wollte, entdeckt wurde und eine Haftstrafe verbüßte, kam sie zu ihm, nachdem sie Bundesrepublik sie freigekauft hatte. - Kaum einer der Protagonisten, der nicht in irgendeiner Form unter dem sozialistischen Regime gelitten hat. Die Übergriffe und Einschränkungen von Staats wegen mögen dem Plot geschuldet recht verdichtet sein; in Varianten vorgekommern sind sie aber zahlreich. Und so auch die bleibenden seelischen Verletzungen der Protagonisten. In einem Kapitel schildert Petra Schröder die jungen ausländischen Gäste im Hotel Berlin. Sie seien mit 17 so unbedarft gewesen, wie DDR-Kinder das mit zwölf nicht mehr waren, weil sie wussten, was sie sagen durften und was nicht. Mothes schildert eine wahre Maschinerie der Bespitzelung bis ins tiefste Privatleben.

Besprechung borromedien

Please publish modules in offcanvas position.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.